Wings for Life World Run 2015

von run.de am 25. Februar 2015

Ein Lauf ohne Ziellinie – Wo gibt’s denn sowas? Am 3. Mai 2015 beim Wings for Life World Run in München. Das Besondere daran: Das Event findet weltweit zur gleichen Uhrzeit statt, im letzten Jahr in 33 Ländern, und jeder, egal ob Laufanfänger oder Profi kann daran teilnehmen.

Alle Läufer laufen so weit, wie sie möchten und müssen keine bestimmte Kilometergrenze oder Zeit erreichen. Eine feste Ziellinie gibt es nicht, denn 30 Minuten nach Beginn des Rennens startet das sogenannte Catcher Car. Sobald man selbst vom Catcher Car überholt wurde, ist das Rennen beendet und die bis dahin zurückgelegte Distanz und Zeit wird registriert.

Gestern fand im Olympiapark München das Pressegespräch zum Wings for Life World Run 2015 in München statt und wir waren für run.de live dabei.

Letztes Jahr hat Markus Mockenhaupt mit einer zurückgelegten Distanz von unglaublichen 56,87 Kilometern gewonnen. Eigentlich hätte er sich ja nur 35 Kilometer vorgenommen, überholte dann aber den Läufer vor ihm und so ging es weiter bis das Catcher Car ihn schließlich einfing.

Im österreichischen Catcher Car sitzt Reini Sampl, ein paralympischer Athlet, der sich mit Anfang 20 drei Wirbel beim Skifahren gebrochen hat und seitdem querschnittsgelähmt ist. Ihn fasziniert beim Wings for Life World Run vor allem die Grundidee dahinter. Die Startgelder fließen zu 100 Prozent in internationale Forschungsprojekte. Im letzten Jahr kamen unglaubliche 3,2 Millionen Euro zusammen.

Dieses Geld gibt Personen mit Rückenmarksverletzungen Hoffnung, denn durch die enormen Spendengelder werden Heilungsprojekte unterstützt. Wir sind begeistert von dem Grundgedanken, der hinter diesem mega Lauf-Event steht!

Red Bull unterstützt das Event, in dem es alle administrativen Kosten, die für die Wings for Life Stiftung anfallen, übernimmt. Der Konzern war auch ein entscheidender Einflussfaktor bei der Gründung des Charity Events: 2013 hatte der Sohn der Motorcross-Legende Heinz Kinigadner, Hannes, beim Motorcross einen schweren Unfall mit der Diagnose Querschnittslähmung. Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz, ein Freund der Familie war damals vor Ort, als Hannes die Hiobsbotschaft bekam.

Mateschitz wollte diese endgültige Diagnose nicht akzeptieren und sah Chancen zur Heilung, wenn mehr Geld vorhanden wäre. Dieses Schlüsselerlebnis war der Startschuss für die Gründung der Wings for Life Stiftung und des weltweiten Lauf-Events.

Die Veranstalter sprechen von einem Gänsehautfeeling und dass man beim Startschuss des Rennens die Globalität des Events gespürt hätte. Das geht direkt unter die Haut und ist ein Hoffnungsschimmer für Querschnittsgelähmte, denn bisher fließen noch nicht genügend Gelder in Projekte zur Heilung von Rückenmarksverletzungen.

Der Lauf am 3. Mai 2015 wird erstmalig neben Darmstadt auch in München veranstaltet. Den Start der Strecke, im Olympiapark, haben wir heute schon einmal erkundet. Zusammen mit Markus Mockenhaupt, Sebastian Kienle und Klaus Ruscher liefen wir eine Stunde lang durch den Park und hoch auf den Olympiahügel.

Vom Olympiapark wird im Mai Richtung Alpenvorland gelaufen, bis hin zum Ammersee für die sehr ambitionierten Läufer.

„Je mehr man läuft, desto schöner wird die Strecke“, scherzte Klaus Ruscher, der Sportdirektor des Wings for Life World Run München. Dieser Spruch motiviert uns noch mehr, möglichst viele Kilometer im Mai für den guten Zweck zu sammeln.

Meldet euch alle für den Lauf an, wir sind natürlich auch dabei und versuchen möglichst nah in die Alpen heran zu kommen 😉

Liebe Grüße, Isabell und Laura


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