Wunde Stellen beim Laufen vermeiden

von run.de am 13. August 2013

No Pain. No Gain. Das muss nicht sein. Muskelkater mag im Lauftraining in Ordnung sein, wenn man auch die Phasen der Regeneration richtig nutzt. Schmerz während des Trainings durch wunde Stellen am Körper darauf können wir gerne verzichten.

Wunde Stellen kennen Läufer vor allem von den Füßen, von den Innenseiten der Oberschenkel und der Leistengegend sowie von den Brustwarzen. Auch an den Achselhöhlen kann man sich durchaus wund scheuern.

Blutige Brustwarzen beim Laufen sind sehr unangenehm

Blutige Brustwarzen nach einem Marathon

Bild: Aaron Fulkerson via flickr | CC BY-SA 2.0

Meistens treten wunde Stellen erst bei längeren Läufen auf – meine persönliche Erfahrung sagt: Nach rund 90 Minuten kann man damit rechnen, sich “einen Wolf zu laufen”, wenn man zuvor nicht die richtigen Vorkehrungen getroffen hat. Häufig sind wunde Stellen auch auf minderwertige oder auf falsche Kleidung beim Training zurück zu führen.

Gefahr: Falte in der Socke

Schuhe die drücken oder sich bei längerer Belastung weiten und dann nicht mehr fest am Fuß sitzen, können zu Blasen an den Füßen führen. Gleiches gilt für Socken. Verlieren die durch den Fußschweiß an Festigkeit und weiten sich, dann scheuern die Socken an den Füßen, die dann sehr schnell wund werden. Durch gute Laufsocken, die eng und fest am Fuß sitzen, kann das vermieden werden.

Brustwarzen tapen

Auch wunde Brustwarzen können auf falsche Laufkleidung zurück geführt werden. Ist das Laufshirt von Innen rauh, dann läuft man sich schon mal blutige Brustwarzen. Wem das einmal passiert ist, der kennt den unangenehmen Schmerz schon während des Laufens, später unter der Dusche und auch an den Tagen nach dem Lauf. Und wer diese unangenehmen Schmerzen einmal hatte, wird fortan nicht mehr vergessen, vor einer längeren Laufeinheit die Brustwarzen mit einem Pflaster zu schützen. Damit das gut hält, muss bei Männern eventuell die Brustbehaarung im entsprechenden Bereich gestutzt werden.

Lauftights gegen wunde Oberschenkel

Doch nicht nur die Kleidung kann scheuern und wunde Stellen verursachen. Auch Salzkristalle, die im Schweiß stecken, können scheuern oder ganz einfach die Haut selbst. Reibt Haut auf Haut in monotonen Bewegungen über einen längeren Zeitraum, dann kann man sich leicht wund laufen. An den Innenseiten der Oberschenkel und im Schritt können Tights helfen, die eng sitzen und auch durch Schweiß und längere Beanspruchung nicht an Form verlieren. Auch die Nähte der Hose sollten nicht zu dick aufliegen. Das gilt auch für die Unterhose darunter.

Vaseline als günstiges Hausmittel

Bei langen Läufen empfiehlt es sich zudem, die gefährdeten Stellen einzucremen oder einzupudern. Dafür muss man nicht zwingend viel Geld in die Hand nehmen. Einfache Vaseline aus der Drogerie reicht hierfür aus. Vaseline kann auch helfen, wenn man sich dann doch ein wenig wund gelaufen hat. Häufig spürt man das erst nach dem Lauf unter der Dusche. Dann sollte man die wunde Stelle gut mit Vaseline, einer Fettcreme oder einer Wund-und-Heilsalbe einreiben.

Laufbekleidung vor Wettkampf ausprobieren

Wer einen Marathon laufen möchte, sollte die Ausrüstung, die er bzw. sie am Wettkampftag tragen möchte, vorher bei langen Läufen testen. Denn nur so lernt man, ob die geplante Ausrüstung wirklich die richtige ist, wo sie vielleicht ein wenig zwickt und wo man dementsprechend vorsichtig sein muss. Während eines Marathons hat man genug andere Sorgen, da braucht man nicht auch noch wunde Körperstellen. Doch die lassen sich ja zum Glück vermeiden. 😉


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