Zeitsprung-Marathon in Bremen: Nutze die Stunde, die dir geschenkt wird

von run.de am 16. August 2013

Ich bin beim Laufen ein echter Rechenkünstler. Da wird der Kilometer schon mal gerne in eine Fünf-Prozent-Etappe auf dem Weg zur Hälfte des Marathons. So wird die Strecke mathematisch in kleine Häppchen zerlegt. Ich ziehe daraus zum einen Motivation und zum anderen vergeht die Zeit, wenn man zwischendurch immer wieder mal ein wenig rechnet.

Demnach müsste mir der Zeitsprung-Marathon in Bremen gut gefallen. Man stelle sich eine Strecke von einem Kilometer vor. Die ist schnell gelaufen. Zurück geht es noch mal einen Kilometer. Das ist auch nicht wirklich lang. Und das Ganze muss man schlappe 21 Mal absolvieren; schon hat man seinen Marathon zusammen gelaufen.

Laufe durch die Zeitverschiebung

Das wirklich Besondere an diesem Laufevent liegt aber schon in seinem Namen beschrieben: In der Nacht, in der die Uhren umgestellt werden und man eine zusätzliche Stunde hinzu gewinnt, wird diese Stunde genutzt, um zu laufen. In diesem Jahr findet der Zeitsprung-Marathon in Bremen am 27. Oktober statt. Startschuss ist um ein Uhr morgens. Der Zielschluss ist nach sechs Stunden – also morgens um sechs Uhr.

Die Strecke ist ein Wendekurs in Bremen-Vegesack. Gelaufen wird auf der sogenannten Maritimen Meile. Die Veranstalter versprechen, dass die Strecke gut ausgeleuchtet ist und dass es in jeder Runde auch Verpflegung für die Läuferinnen und Läufer gibt – das ist komfortabel bei einer so kleinen Runde: Wo bekommt man schon alle zwei Kilometer Getränke oder kleine stärkende Bissen.

Müdigkeit verboten

Der Zeitsprung-Marathon in Bremen dürfte ein Lauf für besonders Willensstarke sein. Die Wenigsten werden vor dem Lauf nachts trainieren, um sich und ihren Körper an die Anstrengungen mitten in der Nacht zu gewöhnen. Zu dieser besonderen Anforderung kommt hinzu, dass der relativ kurze Rundkurs auf Dauer recht langweilig werden dürfte und auch Zuschauer dürften sich nicht allzu viele am Straßenrand versammeln:

Da braucht man viel Musik, einen guten Willen und einen schwachen inneren Schweinehund. Oder man zählt die Runden und rechnet viel. Dann vergeht die Zeit auch recht schnell…

Mehr Infos zum Zeitsprung-Marathon:
http://my3.raceresult.com/details/index.php?page=1&eventid=18197&lang=de


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Sven Hildebrandt August 31, 2013 um 01:08

Eine ähnliche Veranstaltung gibt es auch in München. http://www.bestzeitmarathon.de

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