Vor dem Marathontraining - Generelle Streckenlängen im Training?

sunshine79w

run.de Promi
Hallo, wie die meisten ja mitbekommen haben, habe ich vor am 06.09.2015 in Münster meinen ersten Marathon zu laufen. Letztes Jahr bin ich 2 Halbmarathons gelaufen, meine längsten Strecken sind somit 2 x 21,197, 1 x 22,x, 1 x 23,x, 1 x 25,08 und 1 x 26,x km. Ich merke, dass es mir Spaß macht Strecken 15 - 26 km (bis jetzt) zu laufen und wollte in den nächsten Monaten, auch wenn ich noch nicht mit dem Marathontraining begonnen habe diese Streckenlängen beibehalten bzw. ggf. auch ausweiten. Die Läufe finden zwischen G1 und G2-Tempo statt (leider ist mein Puls noch nicht wieder soweit wie meine Beine und ich gerate bei einem Wohlfühltempo von 7:10 auf den langen Läufen noch in den G2-Bereich, war dort zwischenzeitlich eigentlich schon im G1/G2-Mischbereich - was sich aber nach der Lungenentzündung noch wieder einpendeln muss). Zumal bei uns ja auch einige Landschaftsläufe zwischen 22 - 26 km angeboten werden (keine Wettkämpfe - einfach geführte Läufe). Echte Wettkämpfe sind erst Mitte/Ende Mai wieder geplant (den Venloop laufe ich im Trainingstempo). Einen Trainingsplan habe ich auch noch nicht, da ich mich noch nicht entscheiden konnte, welcher zu mir passt. Das Jetzt ist zwischen mir und einer guten Lauffreundin eine Diskussion entbrannt, das es doch nicht sinnvoll wäre und eventuell überbelastend jetzt schon so lange Läufe zu machen und ich sollte mich doch eher in dem Bereich von 15 - 20 km (höchstens) aufhalten. Eine Überbelastung oder gar Verletzung durch Überbelastung vor dem Marathon möchte ich natürlich auf jeden Fall vermeiden und bin nun unsicher was sinnvoll ist. Wie handhabt Ihr das wenn Ihr nicht gerade in der Wettkampfvorbereitung/Regeneration seit?
 

Chris

run.de Promi
Wie DU die langen Läufe verkraftest, kannst nur du wissen. Prinzipiell spricht nix dagegen das beizubehalten, wenn es dir nicht zu schwer fällt, dann wird es dir zu Beginn der direkten Vorbereitung einfacher fallen...wobei ich auch da deinen Plan nicht kenne :) Wenn dein Plan mit 20km als LL anfängt und du jetzt regelmäßig 25km machst, dann passt der Plan nicht wirklich dazu und du bist am Anfang unterfordert.
Eine langer Lauf hat nahezu egal in welchem Tempo einen relativ hohen Trainingseffekt, aber auch einen hohen Regenerationsbedarf, wie sehr ist natürlich individuell.


Auch eine Möglichkeit wäre, jetzt an der Geschwindigkeit zu arbeiten und davon dann in der Vorbereitung zu profitieren.


In jedem Fall würde ich eine Regwoche unmittelbar vor dem Münster-Plan machen, damit du einigermassen ausgeruht anfängst...der Plan wird dich sehr fordern, zumindest wenn er zu dir und zu deinen dann vorhandenen Möglichkeiten passt!

Egal wie du es machst, es gibt immer Befürworter des einen und des anderen und wissen wie dein Körper auf gewisse Belastungen reagiert, kannst du nur selbst rausfinden durch Lernen...es ist eine Gratwanderung, im Zweifel lieber mal was ausfallen lassen oder langsamer/weniger laufen als zu überziehen!

Auf alle Fälle wünsche ich dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst und vor allem anderen Spass daran hast :)


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M

Martyprivat

Guest
@sunshine79w
Da gehen die Meinungen total auseinander.
manch einer läuft gerne vorher X mal 30+, manch einer "nur" 3-4 mal, und mache sogar gar nicht, da ist max 27/28 km.

Ich denke das es Dir, so wie ich Dich kenne, nicht schaden kann auch jetzt schon mal 30+ zu machen. Das mit der Überlastung ist eine Sache die nur Du beurteilen kannst in dem Du deinen Körper beachtest wie er reagiert.

Ich persönlich halte es so, das ich mich mit ca 4-5 mal 30+ bis zum HH Marathon vorbereite. Hab den letzten 30+ vor 2 oder 3 Monaten gemacht.
Ich weiß auch ohne 30 km Läufe das ich die kann. Die Grundlagen sind gut, deswegen werde ich daran nur vorm Marathon direkt was machen. ansonsten gehts bei mir mehr auf Tempo derzeit.
 

Chris

run.de Promi
>30 machen es sicher einfacher (schwer wird es irgendwann aber sowieso) aber notwendig sind sie zum durchkommen nicht...je näher man an sein Optimum möchte dann halt aber schon...

Vor Karlsruhe bin ich notgedrungen ja nur einmal >30 gelaufen und es ging auch...


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Kirsten

run.de Promi
Ich gehöre ja bekanntermaßen zu denjenigen, die vor einem Marathon ein paar 30+ Läufe machen. Aber ich habe letztes Jahr auch gemerkt, dass mir auch ein 30er reicht, wenn es von der Zeit nicht anders hinhaut.
Du hast noch einige Zeit und bist von den Gesamt-Km schon sehr weit. Da bietet es sich an, die 30 zu knacken. Auch wenn zwischen 29 und 30 nur ein km ist, war das für mich ein Riesenschritt und hat mir einen Riesenschubs gegeben. Der Kopf läuft also immer mit;)
 

sunshine79w

run.de Promi
Wie DU die langen Läufe verkraftest, kannst nur du wissen. Prinzipiell spricht nix dagegen das beizubehalten, wenn es dir nicht zu schwer fällt,

Das ist ja das für mich Interessante - mal abgesehen vom normalem ko sein, fallen mir die langen Kanten bisher sehr leicht - auch im etwas zügigeren Tempo

dann wird es dir zu Beginn der direkten Vorbereitung einfacher fallen...wobei ich auch da deinen Plan nicht kenne :) Wenn dein Plan mit 20km als LL anfängt und du jetzt regelmäßig 25km machst, dann passt der Plan nicht wirklich dazu und du bist am Anfang unterfordert.

Ich habe noch gar keinen Plan - genau, weil ich noch keinen wirklich gefunden habe, der zu meinem Laufverhalten passt - längere Läufe bin ich schon gewöhnt - die meisten Trainingspläne fangen bei 8 oder 10 km an, selbst die Wocheneinheiten entsprechend selten den 9 - 11 km die ich in der Regel laufe, deswegen bin ich da noch am gucken, wie ich das im Endeffekt anstelle - habe nur leider im Moment so wenig Zeit danach gezielt zu gucken. Im Moment lauf ich nach Lust und Laune.

Eine langer Lauf hat nahezu egal in welchem Tempo einen relativ hohen Trainingseffekt, aber auch einen hohen Regenerationsbedarf, wie sehr ist natürlich individuell.

Nach dem langen Lauf hab ich im Moment 1 - 4 Tage Pause je nachdem wie ich das Lernpensum zwischendrin geschafft hab.


Auch eine Möglichkeit wäre, jetzt an der Geschwindigkeit zu arbeiten und davon dann in der Vorbereitung zu profitieren.

An der Geschwindigkeit arbeite ich jetzt immer zwischendrin, als Tempodauerlauf, wenn ich alleine laufe und versuche mein normales Lauftempo auf eine 6er Pace hochzuschieben. Wechselt aber immer ein wenig, da auch im Lauftreff im Moment alles ein bißchen chaotisch läuft (aber spätestens im April kommt ja wieder Ordnung rein).


In jedem Fall würde ich eine Regwoche unmittelbar vor dem Münster-Plan machen, damit du einigermassen ausgeruht anfängst...der Plan wird dich sehr fordern, zumindest wenn er zu dir und zu deinen dann vorhandenen Möglichkeiten passt!

Werde auf jeden Fall zwischendurch nochmal mich über Rad fahren und was weiß ich nicht regenerieren, muss nur noch gucken wann.

Egal wie du es machst, es gibt immer Befürworter des einen und des anderen und wissen wie dein Körper auf gewisse Belastungen reagiert, kannst du nur selbst rausfinden durch Lernen...es ist eine Gratwanderung, im Zweifel lieber mal was ausfallen lassen oder langsamer/weniger laufen als zu überziehen!

Das ist auf jeden Fall klar, aber es gibt ja so Dinge die gehen auf jeden Fall bei 90 % der Leute schief und man sollte diese auf jeden Fall unterlassen. Ausfallen lasse ich im Moment auch noch nach Lust und Laune/Lernpensum Läufe ohne Probleme - so wie heute zum Beispiel.

Auf alle Fälle wünsche ich dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst und vor allem anderen Spass daran hast :)

Danke das ist lieb :)

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@sunshine79w
Da gehen die Meinungen total auseinander.
manch einer läuft gerne vorher X mal 30+, manch einer "nur" 3-4 mal, und mache sogar gar nicht, da ist max 27/28 km.

In der Marathonvorbereitung ist es ja auf jeden Fall sehr unterschiedlich - und man ist echt verwirrt, was ist jetzt das sinnvollste.

Ich denke das es Dir, so wie ich Dich kenne, nicht schaden kann auch jetzt schon mal 30+ zu machen. Das mit der Überlastung ist eine Sache die nur Du beurteilen kannst in dem Du deinen Körper beachtest wie er reagiert.

Da ist was dran - wahrscheinlich werde ich mich da nach Venlo auch mal dran wagen - je nachdem wie es läuft. :)

Ich persönlich halte es so, das ich mich mit ca 4-5 mal 30+ bis zum HH Marathon vorbereite. Hab den letzten 30+ vor 2 oder 3 Monaten gemacht.
Ich weiß auch ohne 30 km Läufe das ich die kann. Die Grundlagen sind gut, deswegen werde ich daran nur vorm Marathon direkt was machen. ansonsten gehts bei mir mehr auf Tempo derzeit.
Das ist das schöne, wenn man die Erfahrungen der Läufe schon gemacht hast, Du weißt schon was Dich weiterbringt und womit Du Dir schadest (etliche andere hier ja auch) - ich eiere im Moment so ein wenig durch die Luft - da ich ja nur das Fernziel habe und mich zurzeit auch nicht wirklich festlegen mag - ist alles so schon stressig genug. Das Laufen soll im Moment einfach nur Spaß machen.

>30 machen es sicher einfacher (schwer wird es irgendwann aber sowieso) aber notwendig sind sie zum durchkommen nicht...je näher man an sein Optimum möchte dann halt aber schon...

Vor Karlsruhe bin ich notgedrungen ja nur einmal >30 gelaufen und es ging auch...

Da ich im Moment mein Optimum eh nicht gut einschätzen kann, muss ich da erstmal gucken und werd versuchen es mir so einfach wie möglich zu machen :). Und hoffe das ich nicht auf notgedrungen zurückgreifen muss.

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Ich gehöre ja bekanntermaßen zu denjenigen, die vor einem Marathon ein paar 30+ Läufe machen. Aber ich habe letztes Jahr auch gemerkt, dass mir auch ein 30er reicht, wenn es von der Zeit nicht anders hinhaut.
Du hast noch einige Zeit und bist von den Gesamt-Km schon sehr weit. Da bietet es sich an, die 30 zu knacken. Auch wenn zwischen 29 und 30 nur ein km ist, war das für mich ein Riesenschritt und hat mir einen Riesenschubs gegeben. Der Kopf läuft also immer mit;)
Ich hab mittlerweile eh das Gefühl der Kopf spielt eine sehr viel größere Rolle als man gemeinhin denken sollte beim Laufen. Aber irgendwie hab ich vor den "großen" Weiten zwar Respekt aber keine Angst sondern eher Lust drauf - warum auch immer nachdem ich die Ruhrklippe mit 26 km und den Höhenmetern gemacht hab (glaube 470 oder so ähnlich) hab ich Spaß dran oder besser gesagt Blut geleckt.


Vielen Dank auf jeden Fall für Eure Erfahrungen und Meinungen - das ist das schöne hier, man bekommt soviel Hilfe das macht das Laufen dann nochmal einfacher. Ich werde auf jeden Fall berichten wie es läuft :).

Liebe Grüße Steffi
 

sunshine79w

run.de Promi
Ich hoffe meine Antwort ist lesbar, irgendwie hat der nicht alles dazwischen gepostet was ich geschrieben habe sondern in die Zitate (eure Texte) reingeschrieben. Hoffe es ist nicht zu verwirrend :-(
 

immerbergauf

Aktiver User
Hallo,
die größte Baustelle ist der Kopf. Ist der frei, läuft sich auch der Marathon. Ich persönlich versuche einmal im Monat einen Lauf über 30km. Abhängig von der Zeit die ich zur Verfügung habe. Kinder und Frau wollen mich am Wochenende auch einmal sehen. Ansonsten halte ich auch nichts von Trainingsplänen. Aber das muss jeder für sich selbst wissen. Als zielzeit habe ich beim Marathon zwischen 3:30 und 3:45 anvisiert. Ist aber kein muss. Ich will mein Spass am Lauf haben. Das ist eigentlich mein größtes Ziel.
 
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